Arbeitsprozesse

Bei der weiteren Überarbeitung öffnet sich unter der Lupe eine wunderbare Welt. Sie erinnert an Filme über Vulkane, an das Magma aus dem Erdinneren, das zunächst wie eine homogene, glühende, wabernde Masse erscheint.

Schwer vorstellbar, dass alles, was wir auf der Erde sehen, aus dieser einen Masse entstanden ist. Erst als Gesteinsglas erkaltet, lassen ihre Struktur und Verfärbung etwas über ihre Zusammensetzungen erahnen. Die sich dann weiter über unvorstellbare Zeiträume vielfältig ausdifferenzieren.

Im umgekehrten Prozess lassen sich – je nach Höhe der Schmelztemperatur – aus den verschiedensten Dingen des Alltags neue Verbindungen herstellen. Spürbar wird dabei etwas vom Rhythmus des Lebens, vom Werden und Vergehen, vom Zusammenfügen und Auseinanderfallen, vom Sich-Verbinden und Sich-Trennen. Die Spannungen, Sprünge und Risse in der Glasschmelze – in einer normalen Glasur werden sie als Fehler angesehen – sind Teil dieser Welt und machen das Ergebnis überhaupt erst lebendig und spannend. Diese durchscheinenden Welten werden in ihren Tiefen und Brüchen für den Betrachter sichtbar gemacht.

Ihre besondere Magie erhalten die Bilder dabei durch den sicheren Einsatz künstlerischer und reproduktionstechnischer Mittel der Fotografie.